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Der Fitnessratgeber

Vorteile und positive Wirkungen von Sport und Bewegung

Sport ist anstrengend, langweilig, lästig, verschwendet kostbare Zeit, macht aus dem Kopf eine knallrote Tomate und verwandelt den zivilisierten Menschen in ein schwitzendes, stinkendes Ungeheuer. Alles nicht ganz falsch. Und trotzdem überwiegen die Vorteile des Sportes seine Nachteile.

Nicht jeder kommt von alleine auf die Idee, Sport zu machen. Manchem wird es vom Arzt empfohlen, aus gesundheitlichen Gründen. Mancher treibt Sport, um das Gewicht zu reduzieren. Beides führt dazu, dass man den Sport nicht für sich betrachtet, sondern nur als Mittel zum Zweck. Wird dieser Zweck dann nicht sofort erreicht, drängen sich die Nachteile schnell in den Vordergrund, und die Motivation sinkt auf den Nullpunkt. Das muss nicht sein. Eine realistische Betrachtung, eine Abwägung der Vor- und Nachteile, der Möglichkeiten, die einem der Sport bietet, hilft dabei, die Motivation zu erhalten und dann doch noch den angestrebten Zweck zu erreichen, die Gesundheit zu verbessern, das Gewicht zu reduzieren.

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Wer nicht des Sportes willen Sport treibt, sondern um einen anderen Zweck damit zu erreichen, sollte sich immer klarmachen, dass Sport wirkt, aber nicht sofort. Es geht also immer darum durchzuhalten, sich die Motivation zum Sport für lange Zeit zu erhalten. Das "Geheimnis" des Erfolges liegt immer in der Regelmäßigkeit, nicht in der Intensität.

Sport für die Gesundheit

Grundsätzlich fördert jeder Sport die Gesundheit, es ist also garnicht so wichtig, wie man anfängt. Es muss ja nicht gleich Rugby oder Turmspringen sein, ein flotter Spaziergang reicht für den Anfang. Dabei kann man sich dann ja Gedanken machen, welche Sportart es denn sein soll. Es darf durchaus auch beim Spazierengehen bleiben. Denn wer regelmäßig geht, der verschafft sich alle Vorteile des Sportes, in moderatem, ausreichendem Ausmaß, bei weitgehendem Verzicht auf die Nachteile.

Regelmäßige Bewegung beugt fast immer Zivilisationskrankheiten vor, kann in vielen Fällen Zivilisationskrankheiten lindern und manchmal sogar heilen. Das ist nicht wirklich verwunderlich, ist der Mensch doch von der Evolution her an ständige Bewegung angepasst, nicht an ständiges Sitzen. Diese regelmäßige Bewegung verschafft man sich am zuverlässigsten, wenn man es so einrichtet, dass einem die Bewegung, der Sport selbst angenehm sind. Das ist eine Frage der richtigen Dosierung, der richtigen Sportart, des richtigen Ortes, des richtigen Outfits, der richtigen Gesellschaft und vielleicht noch ein paar anderer Gegebenheiten, je nach individueller Einstellung. Es lohnt sich, sich ein paar Gedanken zu machen, nicht einfach loszurennen. Man darf seine Meinung auch nochmal ändern, nochmal etwas anderes ausprobieren, wenn sich der erste (oder auch der zweite oder dritte) Versuch als nicht optimal erwiesen hat.

Was sich durch Sport ändert

Sport und Bewegung führen zu einer langen Liste von Veränderungen im Körper, die bei moderater Dosierung alle positiv sind. Nur wer es übertreibt, bekommt auch die Nachteile zu spüren.

Regelmäßiger Ausdauersport verbessert die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems, die Sauerstoffversorgung, den Blutdruck, die Blutfettwerte und das Immunsystem. Blutzuckerwerte können sich normalisieren, ein Diabetes Typ 2 positiv beeinflusst werden. Die Durchblutung des gesamten Körpers wird verbessert, das wirkt sich auf das Thrombose- und Herzinfarktrisiko genauso aus wie auf die Konzentrationsfähigkeit und das Aussehen der Haut. Der gesamte Bewegungsapparat, Knochen, Sehnen, Bänder, Muskeln und Gelenke werden gestärkt, das Risiko, an Arthrose oder ähnlichem zu erkranken, sinkt. Die Beweglichkeit und körperliche Belastbarkeit bleibt bis ins hohe Alter erhalten.

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Regelmäßiges Krafttraining verbessert die Leistungsfähigkeit der Muskeln, die Kraft und die Kraftausdauer. Der gesamte Bewegungsapparat wird gestärkt. Man kann höhere Gewichte heben als untrainiert, man kann Gewichte öfter heben, und das auch noch, ohne sich Schäden am Bewegungsapparat zuzuziehen. Das hat durchaus Vorteile im Alltag. Daneben verbessert ein Krafttraining die Koordination der Muskeln, so dass man zum Beispiel seltener fällt, sich besser abfangen kann und dann auch noch ein geringeres Verletzungsrisiko hat, falls man doch mal hinfällt. Regelmäßiges Krafttraining kann die Gebrechlichkeit des Alters weitgehend vermeiden helfen, bis in ein sehr hohes Alter.

Neben diesen ganzen Vorteilen, die sich erst nach längerer Zeit des regelmäßigen Trainings deutlich bemerkbar machen, gibt es aber auch positive Veränderungen, die sofort eintreten. Wer moderat und der eigenen Fitness angemessen trainiert, fühlt sich nach dem Training besser. Dieses Wohlbefinden hält über längere Zeit an, die gute Laune steigt. Das kann bis zur Vermeidung von Erkrankungen wie Depressionen oder Burn Out reichen. Sport kann die negativen Auswirkungen von Stress lindern, kann das Selbstbewusstsein verbessern. Durch Sport lernt man die eigenen Grenzen kennen, das ermöglicht eine realistische Selbsteinschätzung, auch in ganz anderen Bereichen. Man kann wieder lernen, sich etwas zuzutrauen.

Regelmäßiger Sport vermindert Muskelverspannungen, damit auch Kopfschmerzen und andere Folgeerkrankungen. Sport verbessert die Verdauung und die Schlaftiefe. Durch angemessenen Sport bekommt man den Kopf frei und fühlt sich erholt und gut gelaunt. Das hilft, die Sorgen und Belastungen des Alltags realistischer zu betrachten und Probleme zu lösen.

Durch Sport kann man nochmal neue Menschen kennenlernen, vielleicht ganz andere als man bisher kennt. Das kann den Horizont erweitern und zu neuen Freundschaften führen. Es kann auch einfach gut tun, zu sehen, dass andere Menschen auch Probleme und Schwierigkeiten haben, und wie sie darangehen, die zu bewältigen.

Sich bewusst zu machen, dass Sport positive Auswirkungen hat, die sofort oder jedenfalls bereits nach kurzer Trainingsdauer eintreten, hilft dabei, die Motivation für ein moderates Training aufzubringen, es nicht zu übertreiben, aber eben auch nicht zuwenig zu tun. Dadurch steigt die Fitness dann recht schnell an, so dass man immer mehr leisten kann, wenn man möchte. Zur Gesundheitsförderung ist das nicht unbedingt erforderlich, aber wer gesund ist, darf auch mehr oder intensiveren Sport machen.

Sport zum Abnehmen

Sport ist eins der wirksamsten Mittel gegen Übergewicht. Sport und Bewegung können die Entstehung von Übergewicht verhindern oder zumindest dafür sorgen, dass eine Gewichtszunahme nur moderat ausfällt. Sport erleichtert auch das Abnehmen, kann außerdem die negativen Auswirkungen eines zu hohen Gewichtes vermeiden helfen. Es ist gesünder, dick und sportlich zu sein, als dünn und unsportlich.

Genauso, wie jeder Sport gut für die Gesundheit ist, so ist auch jeder Sport förderlich, wenn man abnehmen möchte. Statt sich also stundenlang Gedanken um die richtige Sportart zu machen, sollte man erstmal anfangen, am besten klein. Steigern kann man sich dann immer noch. Denn anders als die meisten meinen, geht es beim Sport zum Abnehmen nur am Rande um den Kalorienverbrauch, viel wichtiger ist die Steigerung der Fitness und die Verbesserung des Wohlbefindens.

Es sind die gleichen Veränderungen im Körper, die der Gesundheit dienen, die am Ende auch schlank machen oder zumindest eine Gewichtszunahme vermeiden helfen. Was gesund ist, macht auch schlank. Auch fürs Abnehmen zählt also die Regelmäßigkeit, nicht die Intensität der sportlichen Betätigung.

Sport reguliert den Appetit

Sport reguliert den Appetit und verbessert die gute Laune. Das vermeidet Frustessen und führt dazu, dass man gesündere Lebensmittel bevorzugt. Dadurch werden letzten Endes weniger Kalorien aufgenommen, zumindest in Relation zum jetzt erhöhten Energieverbrauch. Es lohnt sich, diesen Aspekt aktiv zu nutzen, sich ganz bewusst gesünder zu ernähren. Mit Sport fällt das viel leichter als ohne Sport.

Muskeln verbrauchen Energie

Sportler haben eine größere Muskelmasse, was nicht nur gesund ist, sondern auch zu einem ständig erhöhten Energieverbrauch führt. Die größere Muskelmasse führt auch zu einer besseren Körperhaltung und Körperbeherrschung, so dass man schlanker erscheint. Auch ein höheres Gewicht ist aufgrund einer größeren Muskelmasse besser am Körper verteilt, abgesehen davon, dass Muskeln etwas schwerer sind als Fett. Wer sportlich ist, darf also etwas mehr wiegen, ohne dick zu sein. Das ist dann sogar gesünder.

Auch wenn es trivial erscheint, aber angemessener Sport verbessert die Fitness, also die Leistungsfähigkeit. Dadurch kann man mehr leisten, also auch mehr Energie verbrauchen. Das wirkt sich nicht nur so aus, dass man mehr trainieren kann, bei gleicher subjektiver Anstrengung, sondern es erleichtert es auch, im Alltag mehr Dinge zu tun. Dadurch verbraucht man oft zusätzliche Energie, oft ohne es zu merken, weil es jetzt einfach keine Mühe mehr macht.

Sport ist mehr als nur Mittel zum Zweck

Wer also mit Sport abnehmen möchte, der trifft eine gute Wahl. Allerdings sollte man nicht der Versuchung nachgeben, seine Sportart nach dem Kalorienverbrauch auszuwählen. Denn es ist immer der Sportler, der die Kalorien verbraucht externer Link, niemals die Sportart. Wer also (noch) nicht fit ist, der wird eher wenig Kalorien verbrauchen, in jeder Sportart. Man sollte sich klarmachen, dass das keine Rolle spielt. Denn zum einen ist das erstmal eine Tatsache, genauso wie das eigene Körpergewicht, zum anderen wird ein moderates, angemessenes Training diese Tatsache recht schnell ändern. Wer dagegen übertreibt, mit dem Kopf durch die Wand will, der wird nicht nur kaum Fortschritte machen, sondern auch recht schnell die Motivation verlieren. Wer angemessen trainiert, kann übrigens auch die anfängliche Zunahme durch Sport vermeiden, die so viele so sehr frustriert.

Sport ist also ein gutes Mittel, um den Zweck Abnehmen zu erreichen. Aber man sollte nicht nur das Mittel zum Zweck sehen, sondern versuchen, dem Sport selbst möglichst viel Positives abzugewinnen. Das gelingt durch Auswahl der passenden Sportart, nicht nach dem Kalorienverbrauch, sondern nach den persönlichen Vorlieben und Möglichkeiten. Das gelingt durch ein moderates, angemessenes Training, das Überlastung vermeidet, das Wohlbefinden fördert und recht schnell zu einer motivierenden Leistungsverbesserung führt. Das gelingt durch das bewusste Erleben der guten Laune, die durch Sport und Bewegung hervorgerufen wird.

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