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Der Fitnessratgeber

Power-Walking

Wer sich durch normales Walking nicht mehr ausgelastet fühlt, der kann sich steigern und Power-Walking machen. Dabei sind verschiedene Varianten möglich, von Speed-Walking über Hill-Walking bis zu Wogging und Walking mit Gewichtsmanschetten gibt es die verschiedensten Möglichkeiten der Intensitätssteigerung. Die Bezeichnungen verändern sich mit der Mode, es bleibt Walking mit mehr Krafteinsatz (Power) und entsprechend gesteigerter Geschwindigkeit, unter Umständen unter erschwerten Bedingungen (Steigungen, Gewichtsmanschetten).

Gehen oder Walken ist eine Fortbewegungsart, deren Geschwindigkeit nicht unbegrenzt gesteigert werden kann. Je schneller man walken möchte, um so wichtiger wird eine gute Walking-Technik. Schnelles Walken sieht also schon ganz anders aus als normales Gehen. Dabei gibt es mindestens zwei Technik-Varianten, die zur schnellen Fortbewegung führen, das eine ist das Power- oder Speed-Walking, das andere ist die leichtathletische Disziplin Gehen externer Link. Im Breiten- oder Freizeitsport hat sich das Walking durchgesetzt, während sich das Gehen bei den Leichtathleten größerer Beliebtheit erfreut. Wer Olympia-Teilnehmer werden möchte, sollte nicht walken, sondern sportlich gehen.

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Walking-Technik

Man setzt die Füße parallel auf den Boden, die Fußspitzen zeigen also nach vorne, nicht nach innen oder außen. Falls man bisher die Füße stark einwärts oder auswärts gedreht aufgesetzt hat, kann das eine große Umstellung bedeuten, die zunächst geübt werden muss. Denn die Drehung im Fuß geht meistens mit einer Muskelverkürzung in der Hüfte einher, die also zunächst beseitigt werden muss. Durch Gymnastik und Dehnübungen kann man die Umstellung erleichtern.

Der Fuß wird vorne mit locker nicht ganz gestrecktem Knie mit der Ferse zuerst aufgesetzt. Dann rollt man über den ganzen Fuß ab und stößt sich mit den Zehen kräftig hinten ab. Diese Bewegung erfordert Kraft, umso mehr, je länger der dadurch ausgeführte Schritt wird. Man beginnt also mit eher kleinen Schritten, die man erst nach und nach mit zunehmender Übung verlängert.

Die Arme werden ungefähr im 90° Winkel gehalten und kräftig von vorne nach hinten mitgeschwungen. Dadurch kann man sich praktisch durch die Armbewegung nach vorne ziehen.

Die Walking-Technik ist also ganz einfach. Die Durchführung über lange Zeit erfordert aber eine Menge Kraft. Wenn die Kraft verbraucht ist, dann kommt es zu Verkrampfungen, schlechter Körperhaltung und Ausweichbewegungen. Dadurch wird letzten Endes eine gute Walking-Technik und ein Trainingsfortschritt verhindert. Wenn man also merkt, dass man mit der Kraft am Ende ist, was beim Erlernen einer neuen Bewegungsart unter Umständen recht schnell der Fall sein kann, dann sollte man aufhören und erst beim nächsten Training weiterüben.

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Wenn man konsequent nicht weiter walkt, als man mit guter Walking-Technik schafft, dann wird sich diese Strecke schnell verlängern. Die nötige Kraft wird sich entwickeln, dadurch wird man immer weiter und auch zunehmend schneller walken können. Geschwindigkeiten von 10km/h sind mit dem nötigen Training ohne weiteres machbar. Die Steigerung der Geschwindigkeit sollte dabei hauptsächlich über eine Zunahme der Schrittfrequenz, nicht so sehr der Schrittlänge erfolgen.

Walking-Wettbewerbe

Bei den meisten Volksläufen werden auch Walking-Wettbewerbe angeboten. Dort kann jeder teilnehmen, auch Walking-Anfänger. Man sollte nur die Zielschlußzeiten beachten. Wenn man noch nicht fit genug ist, um innerhalb der Zielschlußzeit anzukommen, dann ist es vielleicht besser, mit der Teilnahme noch ein paar Wochen zu warten. Ansonsten ist die Teilnahme an Wettbewerben die beste Motivation, die man sich wünschen kann. Denn auch wenn immer nur einer gewinnen kann, so kann man sich doch immer wieder verbessern und beim nächsten Mal etwas weiter vorne im Teilnehmerfeld ankommen

Steigerungsmöglichkeiten

Die Walking-Geschwindigkeit ist technisch bedingt nicht unbegrenzt steigerbar. Wer mit Speed-Walking nicht ausgelastet ist, der kann sich noch weiter steigern, indem er in schwierigerem Gelände walkt. Beliebt sind Hügel oder Berge mit unterschiedlich starken Steigungen (Hill-Walking) oder Walking auf Sand oder Walking mit Gewichtsmanschetten um Fuß- und Handgelenke.

Viele Walker werden irgendwann doch noch zu Joggern oder Läufern. Während man versucht, immer noch schneller zu walken, bewegt man sich zwischendrin in einem Laufstil, der zwischen Walken und Laufen angesiedelt ist. Dieser wird auch als Wogging bezeichnet. Es ist nützlich, während einer Übergangsphase in diesem Stil zu laufen, denn beim Joggen oder Laufen werden andere Muskeln belastet als beim Walken, ein schneller Walker wird also nicht automatisch zum Jogger.

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