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Die richtige Sportart zum Abnehmen - wie man sie findet

Der Entschluss, ab jetzt Sport zu treiben kommt oft nicht von ungefähr. In vielen Fällen sind die überflüssigen Pfunde und Kilos das Motiv für die sportlichen Ambitionen. Das ist grundsätzlich eine gute Idee, ist doch Bewegung jeder Art, vor allem natürlich sportliche Betätigung, einer der besten Wege hin zu einer dauerhaft schlanken Linie. Jedenfalls dann, wenn der Sport auch auf Dauer betrieben wird und nicht nur solange, bis die Waage wieder die gewünschten Zahlen anzeigt.

Wenn man also tatsächlich mit Sport abnehmen möchte, dann reicht es nicht aus, anzufangen, man muss auch dabeibleiben. Damit das klappt, braucht es mindestens zwei Dinge. Das eine ist die passende Sportart, das andere ist der passende Trainingsplan. In diesem Artikel geht es um die Auswahl der passenden Sportart.

Kalorienverbrauch durch Sport

Wer abnehmen möchte, muss entweder weniger Kalorien zu sich nehmen, als er verbraucht, oder mehr Kalorien verbrauchen, als er zu sich nimmt. Sport führt natürlich zu einem erhöhten Kalorienverbrauch, also ziehen viele den Schluss, dass die Sportart mit dem höchsten Kalorienverbrauch die beste Sportart zum Abnehmen sein muss.

In der Folge werden diverse Kalorienrechner externer Link und Kalorienverbrauchstabellen konsultiert, um die Sportart mit dem höchsten Kalorienverbrauch herauszufinden. Die Ergebnisse unterscheiden sich ein wenig, je nachdem, welchen Rechner man verwendet und wie genau er rechnet, aber es wird immer so sein, dass man mehrere Sportarten mit dem höchsten Kalorienverbrauch finden wird.

Bevor man seine Auswahl auf diese beschränkt, sollte man ein paar Dinge bedenken. Sportarten verbrauchen keine Kalorien, externer Link das tun nur Sportler. Und ob der Sportler nun die angegebene Menge an Kalorien verbrennt oder mehr oder weniger, hängt von vielen Faktoren ab, von denen die Rechner und Tabellen nichts wissen können.

Ganz allgemein kann man davon ausgehen, dass der Kalorienverbrauch eines untrainierten Anfängers (und das ist am Anfang jeder) gering sein wird, also für gewöhnlich auch geringer als in der Tabelle angegeben oder im Kalorienverbrauchsrechner berechnet. Denn sportliche Fitness ist in gewisser Weise nur ein anderer Ausdruck für die Fähigkeit, viele Kalorien zu verbrennen, sie in sportliche Leistung umzusetzen. Wenn die sportliche Fitness noch nicht so groß ist, ist der Körper noch nicht in der Lage, soviele Kalorien zu verbrennen. Was man ganz einfach daran erkennt, dass der Anfänger noch nicht in der Lage ist, große sportliche Leistungen zu erbringen. Egal in welcher Sportart.

Am Anfang ist der Kalorienverbrauch also begrenzt, egal, für welche Sportart man sich entscheidet. Die Begrenzung liegt in der Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers, nicht in der Wahl der Sportart. Das ist zum einen frustrierend, weil man die schönen Zahlen und die daraus folgenden Berechnungen besser schnell wieder vergisst. Das ist aber auch sehr positiv, weil es nämlich die Auswahl der in Frage kommenden Sportarten überhaupt nicht einschränkt. Der Kalorienverbrauch ist überhaupt kein sinnvolles Auswahlkriterium.

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Sportarten und Training

Viel wichtiger ist, die anfänglich geringe Leistungsfähigkeit zu steigern, durch vernünftiges Training. Dadurch steigt dann auch der Kalorienverbrauch recht schnell an. Während ein Anfänger in einer halben Stunde vielleicht 200 Kalorien verbrauchen kann, ist der Fortgeschrittene schon in der Lage, in einer Stunde 400 oder 500 Kalorien zu verbrennen. Man lernt schnell, sowohl länger als auch intensiver zu trainieren, damit eben mehr Energie zu verbrauchen. Es ist also ohne weiteres möglich, vom Anfänger zum Fortgeschrittenen zu werden, in jeder Sportart. Der Weg dorthin führt über regelmäßiges, angemessenes Training. Damit lässt sich der mögliche Kalorienverbrauch auch kontinuierlich weiter steigern, bis auf Werte, die in den Tabellen und Rechnern garnicht mehr vorkommen.

Man muss eben nur regelmäßig trainieren und dabei bleiben. Das geht am besten in einer Sportart, die einem wirklich Spaß macht, die man um ihrer selbst willen betreibt. Wenn man zum Sport geht, um Sport zu treiben, nicht um Kalorien zu verbrauchen, verbraucht man sie ja trotzdem, aber die Motivation ist ungleich besser. Man wird also mit höherer Wahrscheinlichkeit für längere Zeit dabei bleiben.

Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der passenden Sportart ist also der Spaß am Sport. Wenn man den hat, wird man eher regelmäßig trainieren, was die wichtigste Voraussetzung ist, wenn man mit Sport abnehmen möchte.

Spaß am Sport

Ob man Spaß am Sport hat, hängt von einer Reihe von Bedingungen ab. Es lohnt sich, sich hier ein paar Gedanken zu machen, denn die Menschen sind verschieden.

Man kann für sich alleine Sport machen oder mit anderen zusammen. Zusammen kann bedeuten, dass man eine Mannschaftssportart wählt, es kann aber auch bedeuten, dass man ins Fitnessstudio geht oder ins Schwimmbad. Man kann mit einer Wandergruppe oder einem Lauftreff trainieren, oder sich von einem Personal Trainer betreuen lassen. Man kann in einer informellen, zufällig gefundenen Gruppe eine Frisbeescheibe werfen, auf einer Slackline balancieren oder sich sonstwie betätigen. Man kann aber auch ganz für sich durch den Wald oder über die Felder laufen oder radeln oder auch im heimischen Wohnzimmer trainieren. Was man sich im Moment garnicht vorstellen kann, sollte man im Moment auch nicht machen. Die Meinung, die man dazu hat, kann sich durchaus noch ändern. Muss sie aber nicht, man ist frei in seiner Entscheidung und muss sich nicht rechtfertigen.

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Alleine zu trainieren hat vor allem für übergewichtige Anfänger entscheidende Vorteile. Man vermeidet die Gesellschaft, die Blicke und Kommentare der anderen. Die können durchaus demotivierend wirken, wenn einem das also etwas ausmacht, ist es besser, das zu berücksichtigen als sich zu quälen. Es hat aber auch den Nachteil, dass man so ganz für sich alleine schnell den Bezug zu der Sache verliert und damit auch die Lust und die Motivation.

Mit anderen zusammen zu trainieren kann ganz unterschiedliche Auswirkungen haben, je nachdem, mit wem man es zu tun hat. Was man sich nicht immer aussuchen kann.

Wenn man als Anfänger nicht so genau weiß, welche Sportart einem denn nun Spaß machen würde, ist es am besten, es einfach mal auszuprobieren. Man muss sich nicht sofort und schon garnicht endgültig entscheiden, man kann immer mal wieder was Neues anfangen, sich neu entscheiden, was anderes ausprobieren. Man muss ja nicht unbedingt mit den Sportarten anfangen, die eine teure Ausrüstung benötigen. Oder man kann die Ausrüstung erstmal leihen.

Regelmäßiges Training

Wenn man Spaß am Sport hat, ist es leicht, regelmäßig zu trainieren. Aber die Regelmäßigkeit hängt auch von anderen Bedingungen ab. Wer sich in Deutschland für Skilanglauf entscheidet, wird vermutlich nicht zu einem regelmäßigen Training kommen, egal wieviel Spaß ihm das macht. Hier muss man also flexibel bleiben.

Wer sich für Waldlauf entscheidet, aber alleine im Wald Angst hat, wird nur dann trainieren können, wenn sich Trainingspartner finden. Es kann also auch eine gute Idee sein, sich für mehrere Sportarten zu entscheiden. Wenn dann die eine oder andere nicht so viel Spaß macht, dann kann man sich doch damit motivieren, dass man die durch das Training gewonnene Fitness ja auch in der Lieblingssportart nutzen kann, die dann gleich noch mehr Spaß macht.

Wenn man herausfinden möchte, ob einem eine Sportart Spaß macht, dann geht das am besten, indem man es einfach mal tut. Einfach mal loslaufen, ein kostenloses Probetraining buchen, einen Kurs belegen, eine Übungsgruppe besuchen, was auch immer. Ob man dabei bleibt, kann man sich dann immer noch überlegen. Erstmal gucken, wie es ist, ist jedenfalls immer besser als nur theoretisch zu überlegen.

Wer sich überhaupt nicht entscheiden kann, wer überhaupt nicht weiß, wo oder wie er anfangen könnte, der kann die weiteren Überlegungen ja zum Beispiel während eines Spaziergangs anstellen. Man muss das ja nicht im Sitzen machen. Im Übrigen ist so ein Spaziergang nicht der schlechteste Einstieg. Je nach Fitness wird man ganz automatisch schneller oder langsamer gehen, so wie es am besten zu einem passt. Regelmäßige Spaziergänge sind jedenfalls besser für die Fitness und das Abnehmen als nur gelegentlich ausgeübte Sportarten mit vermeintlich hohem Kalorienverbrauch.

Gelenkschonende Sportarten

Anfängern, vor allem übergewichtigen Anfängern wird häufig zu gelenkschonenden Sportarten geraten. Das hat durchaus Gründe, auch wenn man es nicht überbewerten sollte. Tatsache ist, dass überlastungsbedingte Sportverletzungen bei vielen Anfängern (schweren wie leichtgewichtigen) zu Trainingspausen führen, aus denen sie dann nicht mehr herausfinden. Es ist also wichtig, sich am Anfang nicht zu überlasten. Die Gelenke, der Bewegungsapparat sind tatsächlich bei vielen der schwächste Punkt, wo am schnellsten Überlastungen auftreten.

Das lässt sich durch die Wahl einer gelenkschonenden Sportart, durch Schwimmen, Walken oder Radfahren, ziemlich sicher vermeiden. Das lässt sich aber auch in jeder Sportart durch ein sinnvolles, an die momentane Leistungsfähigkeit angepasstes Training vermeiden.

Man hat also durchaus die Wahl. Man kann zunächst eine gelenkschonende Sportart wählen, um Überlastungen zu vermeiden. Wenn einem das Spaß macht, kann man auch dabei bleiben. Man kann aber auch sofort mit einer garnicht so schonenden Sportart anfangen, wenn man vernünftig ins Training einsteigt. Auf welche Weise man die Überlastung vermeidet, ist nicht wichtig, wichtig ist nur, am Anfang angepasst zu trainieren. Damit vermeidet man dann auch die häufig zunächst auftretende Zunahme durch Sport, die ebenfalls eine Überlastungserscheinung ist.

Die beste Sportart

Man findet die beste Sportart zum Abnehmen, indem man auf sich selbst und seine eigenen Vorlieben achtet. Indem man vernünftig trainiert und dadurch seine Fitness und Leistungsfähigkeit steigert, erstmal egal in welcher Sportart. Denn je fitter man ist, umso mehr Spaß hat man an der Bewegung, an der Anstrengung, am Sport überhaupt.

Man findet die beste Sportart zum Abnehmen, wenn man sein eigenes Ding macht, egal, was irgendwelche Berechnungen ergeben, egal, was irgendwo geschrieben steht, egal was irgendjemand sagt. Solange man vernünftig trainiert, sich nicht überlastet, solange ist alles richtig, was gefällt. Wohlbefinden, Fitness und optimales Gewicht werden sich dann auf Dauer jedenfalls nicht mehr vermeiden lassen.

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