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Der Fitnessratgeber

Der Körperfettanteil und Körperfettwaagen

Übergewicht bedeutet eigentlich nicht, zuviel zu wiegen, sondern es bedeutet, zuviel Körperfett zu haben. Trotzdem wird der Körperfettanteil erst seit der Erfindung der Körperfettwaagen ernsthaft beachtet. Das ist auf der einen Seite ein Fortschritt, denn Menschen mit vielen Muskeln werden heute nicht mehr so häufig als übergewichtig angesehen, aber es ist auch ein Problem, denn die üblichen Körperfettanalysewaagen bestimmen den Fettgehalt des Körpers alles andere als genau. Insgesamt ist ein relativ hohes Gewicht bei niedrigem Körperfettanteil ein Zeichen für gute Fitness.

Funktionsweise der Körperfettwaagen

Übliche Körperfettwaagen wiegen das Fett nicht, sondern sie berechnen den Fettanteil des Körpers aus seiner elektrischen Leitfähigkeit. Das Verfahren nennt sich Bioimpedanzanalyse oder bioelektrische Impedanzanalyse. Dabei wird ein sehr schwacher Strom durch den Körper geschickt. Da Fettgewebe und fettfreie Körpermasse einen unterschiedlichen Wassergehalt haben, haben sie auch eine unterschiedliche Leitfähigkeit für elektrischen Strom. Aus der Leitfähigkeit des Körpers berechnet die Waage dann den Fettgehalt, und meistens auch gleich noch den Wasser- und Muskelanteil.

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zur Bestimmung des Fettgehaltes über Messung der Hautfaltendicke

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Leider ist die elektrische Leitfähigkeit des Körpers nicht nur vom Fettanteil abhängig, sondern auch von der Feuchtigkeit der Haut, vom aktuellen Wasseranteil, der stark schwanken kann, vom Zustand der Verdauung und von vielen anderen Faktoren. Dadurch entsteht die unangenehme Tatsache, dass es kaum gelingt, auf zwei verschiedenen Körperfettwaagen den gleichen Fettanteil zu bestimmen. Die Waagen eignen sich nur, um Veränderungen im individuellen Fettanteil festzustellen. Deshalb ist es nicht sinnvoll, den eigenen Körperfettwert mit den in Tabellen angegebenen Werten zu vergleichen, denn niemand weiß, ob die eigene Waage zutreffende Werte anzeigt oder nicht.

Sinnvoll kann es dagegen sein, den eigenen Körperfettgehalt mit dem eigenen Körperfettgehalt zu vergleichen, den man vor sechs Wochen unter den gleichen Bedingungen gemessen hat.

Professionelle Körperfettmessung

Wenn man sich für seinen absoluten Körperfettgehalt interessiert, dann wird man mit einer handelsüblichen Körperfettwaage wahrscheinlich keine zutreffenden Werte angezeigt bekommen. Es gibt aber andere Methoden der Körperfettmessung, die genauer sind, allerdings sind sie auch aufwendiger.

Eine Verbesserung der Bioimpedanzanalyse verwendet vier Messpunkte, nicht nur die zwei an den Füßen, sondern zusätzlich noch zwei an den Händen. Das ergibt eine Verbesserung der Messgenauigkeit, weil nicht mehr aus der Fettmasse der unteren Körperhälfte auf den ganzen Körper geschlossen werden muss, sondern tatsächlich der ganze Körper in die Messung einbezogen wird. Das grundsätzliche Problem der Abhängigkeit von Feuchtigkeit, Wasser und anderen Faktoren bleibt aber auch bei dieser Art der Messung erhalten.

Wirklich genaue Messungen lassen sich mit Methoden wie der Unterwasserwaage, der Bestimmung der Wasserverdrängung (Hydrodensitometrie), der Messung der Luftverdrängung oder einer Ganzkörper-DEXA-Messung, das ist eine Art der Röntgenuntersuchung, erzielen. Keine dieser Methoden ist für den Heimgebrauch geeignet.

Einfache Mess- und Schätzverfahren

Nicht immer ist eine professionelle Messung erforderlich. Ungefähre Werte können durch einfache Mess- und Berechnungsverfahren erhalten werden.

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Die Bestimmung des Körperfettgehaltes durch die Messung der Hautfaltendicke mittels eines Calipers kann durchaus recht genau sein, wenn sie von einem ausgebildeten Fachmenschen durchgeführt wird. Allerdings wird mit dieser Methode nur das Unterhautfettgewebe erfasst. Vor allem Männer mit Bierbauch haben oft geringe Mengen an Unterhautfett und trotzdem einen großen Körperfettanteil, weil ihr Fett im Bauchraum unterhalb der Bauchdecke sitzt.

Der Körperfettverteilungsmuster-Index ist ein einfaches Berechnungsverfahren zur Abschätzung des Fettgehaltes. Er berechnet sich, indem das Quadrat des Bauchumfangs durch den Hüftumfang geteilt wird. Da manche Menschen ihr Fett eher am Bauch, andere dagegen eher an der Hüfte angesiedelt haben, ist das natürlich ein ungenauer Wert. Ebenso ungenau ist die Bestimmung des Fettanteils mittels des Body-mass-index (BMI) externer Link, der einfach aus dem Körpergewicht auf dem Fettanteil schließt, was sehr oft falsch ist.

Verringerung des Fettanteils

Wer überhaupt auf die Idee kommt, seinen Fettanteil zu bestimmen, der ist meistens der Ansicht, er wäre zu hoch. Das ist tatsächlich nicht nur bei Übergewichtigen, sondern auch bei vielen Schlanken der Fall. Abnehmen ist nur dann eine Lösung, wenn nicht nur der Fettanteil, sondern auch das Gewicht zu hoch ist. In jedem Fall hilft Sport, vor allem Kraftsport, bei der Verringerung der Fettmasse im Körper.

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