Abnehmen-Sport-Fitness.de

Der Fitnessratgeber

Entspannung und Regeneration in der Sauna

Sauna ist eine der angenehmsten Möglichkeiten, sich nach dem Training zu regenerieren. Natürlich können auch Nichtsportler von der Sauna profitieren, aber erst in Verbindung mit dem Fitnesstraining kommt die entspannende Wirkung so richtig gut zur Geltung. Dabei sollte man die Reihenfolge unbedingt einhalten: erst das Training, hinterher in die Sauna. Im Leistungssport hat die Sauna schon lange ihren festen Platz im Regenerationsprogramm gefunden, aber auch Freizeitsportler können die Vorteile der Sauna für sich nutzen.

Anzeige:

Wirkung der Sauna

Das Saunabad wirkt stark entspannend, auf Körper und Geist. Die muskelentspannende Wirkung fördert die Regeneration nach anstrengendem Training. Stoffwechselprodukte, wie zum Beispiel Laktat, werden schneller abgebaut, Muskelkater verringert, vielleicht sogar ganz vermieden. Muskelverspannungen werden gelöst.

Die Abfolge der Einwirkung von starker Hitze und nachfolgender Abkühlung stärkt das Immunsystem, regelmäßige Saunagänger sind seltener krank oder erkältet. Die Überwärmung des Körpers hat eine ähnliche Wirkung wie ein Fieber, Krankheitserreger werden abgetötet. Durch das starke Schwitzen können Hautprobleme vermindert werden. Die Blutgefäße in der Haut werden durch die abwechselnde Anwendung von Hitze und Kälte trainiert. Und nicht zuletzt, nach einem Saunabesuch fühlt man sich herrlich entspannt.

Saunaregeln

Die wichtigste Saunaregel für Sportler ist, immer erst nach dem Training in die Sauna zu gehen, nicht vorher. Nach einem Saunabad wird man kaum in der Lage sein, ein Fitnesstraining durchzuhalten, die Muskeln sind zu entspannt und der Flüssigkeitsverlust noch nicht wieder ausgeglichen. Auch muss man mit Kreislaufproblemen rechnen, wenn man nach der Sauna körperliche Anstrengungen nicht vermeidet. Wer Wettkämpfe bestreitet, wird auch einige Tage vor dem Wettkampf besser auf die Sauna verzichten, ansonsten kann man am folgenden Tag wieder trainieren.

Der Saunabesuch dient der Entspannung, sollte also nicht unter Zeitdruck durchgeführt werden. Lieber nur einen oder zwei Saunagänge machen, wenn die Zeit nicht für mehr reicht, als sich zu hetzen. Man sollte nicht direkt nach dem Essen in die Sauna gehen, aber auch nicht mit richtigem Hunger. Insbesondere wenn man vorher trainiert hat, sollte man vor dem Saunabesuch ausreichend trinken.

Der Saunabesuch

Der Saunabesuch beginnt mit dem Duschen. Danach trocknet man sich wieder ab, nimmt unter Umständen noch ein warmes Fußbad und betritt den Saunaraum. Das Fußbad ist vor allem bei kalten Füßen unverzichtbar. Die Füße sollten warm sein, bevor man die Saunakabine betritt.

In der Kabine sucht man sich einen Platz, Anfänger eher weiter unten, Fortgeschrittene nach ihrem eigenen Wohlbefinden. Man bleibt so lange in der Kabine, wie man sich dort wohl fühlt, das kann bei Anfängern schon nach ca. 5 Minuten nicht mehr der Fall sein. Durchschnittlich kann man ungefähr 8 bis 15 Minuten in der Sauna bleiben, aber das wichtigste Kriterium für die Dauer des Aufenthaltes ist das eigene Wohlbefinden. Übung verlängert diese Wohlfühlphase. Wer also schon nach kurzer Zeit das Bedürfnis verspürt, den Saunaraum wieder zu verlassen, sollte sich nicht zu längerem Aufenthalt zwingen, sondern regelmäßig wiederkommen.

Ob man in der Saunakabine liegt oder sitzt, ist Geschmackssache, manchmal auch vom Platzangebot bestimmt. Die letzten paar Minuten vor dem Verlassen der Kabine sollte man sich aber setzen, um Kreislaufprobleme zu vermeiden.

Anzeige:

Ulrike Novotny:
Sauna unbeschwert genießen:
Sauna erlaubt? Gesundes und richtiges Schwitzen trotz Beschwerden

Verlag TRIAS: 124 Seiten

Einfach kaufen bei

Nach dem Verlassen des Saunaraumes sollte man sich zunächst etwas abkühlen, etwas umhergehen. Ideal ist ein geschützter Freiluftbereich, so dass man bei jedem Wetter nach draußen gehen kann. Danach kann man sich unter einem kalten Wasserstrahl weiter abkühlen, eventuell nach dem Abspülen des Schweißes in einem kalten Tauchbecken untertauchen. Danach kann man, wenn man möchte, noch ein warmes Fußbad nehmen, bevor man den Ruheraum aufsucht.

Im Ruheraum sollte man entspannt liegen, kann lesen oder dösen. Lautstarke Unterhaltungen sind meistens unerwünscht. Die Ruhepause sollte eine Viertelstunde betragen, kann aber auch länger ausgedehnt werden. Danach kann man noch weitere Saunagänge durchführen, insgesamt sollten es aber nicht mehr als drei werden.

Gemischte Sauna, Frauen- oder Männersauna

Vielen Fitnessstudios ist eine Sauna angeschlossen. Dort gibt es meistens einen Saunaraum, der von Männern und Frauen gemeinsam genutzt wird. Vor allem vielen Frauen ist diese Regelung unangenehm. Sie ziehen eine reine Frauensauna vor. In vielen öffentlichen Saunabädern gibt es folgerichtig Frauentage, und manchmal auch entsprechend Männertage, an denen die Angehörigen des jeweiligen Geschlechtes dann unter sich sind. Da der Saunabesuch der Entspannung und dem Wohlbefinden dienen soll, sollte man sich nicht überreden lassen, Saunaformen zu besuchen, in denen man sich dann nicht wohl fühlt. Jeder und jede darf für sich selbst entscheiden, wo er oder sie sich wohl fühlt.

Die richtige Sauna

Auch wer gerne ins Fitness-Studio geht, fühlt sich oft in der angeschlossenen Sauna nicht so richtig wohl. Man wird also eher aus praktischen- oder aus Kostengründen dort hingehen, wenn man ohnehin schon im Studio ist. Wer das eigene Wohlbefinden wirklich in den Vordergrund stellt, hat aber sehr viel mehr Möglichkeiten, eine Sauna zu benutzen. Zum einen gibt es viele Saunen bei den öffentlichen Schwimmbädern. Die sind oft groß und anonym, dabei praktisch eingerichtet. Sie sind für gewöhnlich recht kostengünstig.

Es gibt reine Sauna-Betriebe, die sich ganz dem Saunieren verschrieben haben. Auch wenn das Sauna-Erlebnis dort meistens nicht ganz billig ist, so kann man dort im Allgemeinen zwischen verschiedenen Sauna-Formen wählen, kann mehrere Ruheräume mit unterschiedlicher Ausstattung und diverse Formen der Abkühlung ausprobieren. Und es gibt hoteleigene Saunen. Je nach Lage des Hotels und Größe der Sauna können sie nur von Hotelgästen genutzt werden oder von jedem, der den Eintrittspreis bezahlt. Es kann sich lohnen, bei den Hotels in der Stadt mal nachzufragen.

Aber auch eher abgelegene Hotels haben oft Saunen. Zu einem Fitness- oder Wellness-Hotel gehört sie einfach dazu. Wer zum Beispiel einen sportlichen Urlaub im Bayerischen Wald macht, der kann nach der Anstrengung des Tages in der hoteleigenen Sauna entspannen. Einmal auf den Geschmack gekommen, wird man vielleicht auch zuhause, nach dem Urlaub, eine Hotelsauna suchen, um den Komfort zu genießen. In jedem Fall lohnt es sich, ein bisschen Zeit in die Suche nach der richtigen Sauna zu investieren. Die Geschmäcker sind verschieden, es gibt viele verschiedene Saunabäder. Irgendwo wird es passen, und dann steht dem ungetrübten Genuss der Entspannung nichts mehr im Wege.

Anzeige: