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Sehhilfe und Augenschutz: Sportbrillen

Die wichtigsten Sinnesorgane eines Menschen sind seine Augen. Unsere Vorstellung von der Welt und unsere Orientierung im Raum werden hauptsächlich über visuelle Sinneseindrücke geleistet. Das gilt natürlich auch beim Sport. Wer nicht oder nur eingeschränkt sehen kann, ist beim Sport beeinträchtigt. Was durchaus auch eine Gefährdung bedeuten kann. Auf jeden Fall sind die Augen so zentral wichtig, dass man sie in jeder Lebenslage gut schützen sollte, auch beim Sport.

Mehr oder weniger stark ausgeprägte Fehlsichtigkeit externer Link ist stark verbreitet, Kurz- oder Weitsichtigkeit ist nichts besonderes. Genauso, wie es heute nichts besonderes ist, Brillenträger zu sein, um sich von eingeschränkter Sehfähigkeit eben nicht einschränken zu lassen.

Im Alltag hat die Brille also die Funktion, perfekt sehen zu können. Dass man dabei auch noch gut aussehen möchte, ist ein anderes Thema, auch wenn beides normalerweise problemlos miteinander vereinbar ist. Beim Sport tritt die zweite Funktion der Brille in den Vordergrund. Die Brille soll das Auge schützen. Dieser Schutz ist erwünscht, egal ob eine Fehlsichtigkeit vorliegt oder nicht, also unabhängig davon, ob im Alltag eine Brille getragen wird.

Schutz für die Augen

Dieser Schutz fürs Auge ist durchaus sinnvoll, ist das Auge doch ein kompliziertes und dementsprechend sehr empfindliches Organ. Auch wenn es durch seine Lage in der Augenhöhle, durch Augenlider und den damit verbundenen Lidschlagreflex recht gut geschützt ist, so kommen Augenverletzungen doch immer wieder vor. Aber auch eine einfache mechanische Reizung des Auges durch Fahrtwind oder ähnliches ist nicht nur unangenehm, sondern kann durch den ausgelösten Tränenfluss auch zu Einschränkungen bei der Wahrnehmung und in der Folge zu Fehlern und Unfällen führen.

Diese zweite Funktion der Brille, der Schutz des Auges vor Umwelteinflüssen und Verletzungen, vor Wind, Staub und Sand, Kälte, Wasser, zu hellem Sonnenlicht und Insekten oder Gegenständen, die ins Auge gelangen könnten, ist beim Sport häufig noch wichtiger als im Alltag. Jedenfalls sind die entsprechenden Anforderungen, die an Sportbrillen gestellt werden, höher als bei Alltagsbrillen. Infolgedessen gibt es für viele Sportarten spezielle Sportbrillen, gibt es Schwimmbrillen, Taucherbrillen, Radbrillen, Skibrillen und viele mehr, jeweils in unterschiedlichen Ausführungen, für unterschiedliche Anforderungen und Geschmäcker. Die Frage nach dem guten Aussehen tritt dabei naturgemäß etwas in den Hintergrund, wird aber bei den meisten Modellen durchaus mit berücksichtigt.

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Es ist eine gute Idee, bei Ausübung der jeweiligen Sportarten die entsprechende Brille zu tragen. Im Allgemeinen sind sie heute auf die Anforderungen der entsprechenden Sportart optimiert, es geht bei der Auswahl also nur noch um die individuelle Passform und persönliche Vorlieben. Dabei gibt es zunehmend einen Trend, bei allen Outdoor-Sportarten Brille zu tragen. Diese Brillen schützen vor der Sonne, vor Fahrtwind und ähnlichem, sie sind aber zunehmend auch modisches Accessoire, mit dem man auch im Alltag unauffällig zeigen kann, dass man sportlich aktiv ist.

Bei Indoor-Sportarten tragen meistens nur diejenigen Brille, die aus Gründen der Fehlsichtigkeit darauf angewiesen sind. Sie sind eher selten zu sehen, da die Kontaktlinsen weiter an Beliebtheit gewinnen. Ein uneingeschränktes Gesichtsfeld ist dabei der Hauptvorteil. Die immer noch verbreitete Praxis, zum Sport einfach die Brille im Umkleideraum zu lassen, ist dagegen keine so besonders gute Idee. Gerade beim Sport sollte man gutes Sehen in den Vordergrund stellen. Nicht nur die sportliche Leistung leidet unter unscharfer Wahrnehmung, auch die Fehler- und Unfallhäufigkeit steigt dadurch an.

Die Sportbrille

Alle Sportbrillen, egal für welche Sportart, müssen ein paar Eigenschaften haben, die sie von Alltagsbrillen unterscheiden. So muss die Sportbrille fest am Kopf sitzen, egal wie intensiv sich der Brillenträger bewegt. Diese Eigenschaft wird in vielen Fällen nicht durch Brillenbügel, sondern durch Gummibänder garantiert, die die Brille fest an ihrem Platz halten. Das ist zum Beispiel bei Schwimmbrillen oder Skibrillen der Fall, die für den Alltagsgebrauch ohnehin nicht geeignet sind. Aber auch wenn Brillenbügel verwendet werden, was die Brille zumindest grundsätzlich auch alltagstauglich macht, müssen diese doch besonders fest sitzen, damit die Brille auch bei heftigeren Bewegungen nicht verrutscht. Auf längere Sicht kann das unbequem werden. Unbequem kann es auch werden, wenn Brille und Helm nicht zusammenpassen. Das sollte man also unbedingt vor dem Kauf testen.

In vielen Fällen ist es nützlich, manchmal sogar notwendig, dass die Brille fest abschließt, dass also keine Luft oder auch kein Wasser oder kein Schnee hinter die Gläser gelangt. Das wird je nach Sportart auf unterschiedliche Weise bewerkstelligt. Bei Schwimmbrillen ist das sehr wichtig, da das Chlor im Schwimmbeckenwasser die Augen reizen kann. Wer gelegentlich mal badet, kann das sicher tolerieren, aber wer regelmäßig schwimmt, muss seine Augen vor der Chemikalie schützen. Ski- und Snowboard-Brillen müssen die Luft zirkulieren lassen, dürfen aber keinen Schnee durchlassen und natürlich keine Zugluft. Brillenform und Gesichtsform müssen also zusammenpassen, es gibt nicht eine Brille für alle. Das gilt auch für Radbrillen und alle Brillen, die vor Zugluft und Sonne schützen sollen.

Sportbrillen müssen unbedingt unzerbrechliche Brillengläser und ein unzerbrechnliches Brillengestell haben. Das wird meistens durch Verwendung des Kunststoffes Polycarbonat sichergestellt. Bei sehr billigen Modellen werden manchmal andere Kunststoffe verwendet, was je nach Sportart auch nicht unbedingt ein Problem sein muss, aber bei allen Sportarten, bei denen Rempeleien oder Stürze vorkommen können, sollte man unbedingt auf eine Sportbrille mit wirklich unzerbrechlichen Brillengläsern setzen. Der Nachteil ist, dass sich optische Gläser nur bis zu gewissen Dioptrienstärken in Kunststoffgläsern realisieren lassen, sonst resultieren zu dicke Scheiben.

Für den Fall eines Sturzes, einer Rempelei oder einer wie auch immer gearteten Einwirkung auf die Brille ist es wichtig, dass sie genau dann die Augen schützt und nicht zu einer zusätzlichen Gefahrenquelle wird. Das wird durch eine unzerbrechliche Brille, die wirklich gut passt, sichergestellt. Zusätzlich ist es gut, wenn die Brillengläser nach außen gewölbt sind, so dass sie in jedem Fall Abstand zum Auge halten, und wenn die Scheiben so befestigt sind, dass sie möglichst garnicht, im Zweifel aber nur nach außen aus der Fassung fallen können. Wenn die Form und Größe der Brille dann noch so gestaltet sind, dass die Ränder des Gestells mit den Knochen rund um die Augenhöhle abschließen, so dass sich bei einem Schlag auf die Brille vielleicht ein blauer Fleck bilden kann, aber das Auge selbst immer gut geschützt ist, dann hat man die richtige Brille gefunden.

Die meisten handelsüblichen Sportbrillen erfüllen die Sicherheitsanforderungen für die jeweiligen Sportarten, nur bei allzu günstigen Preisen sollte man zuerst genauer hingucken. Es kommt also auf die Passform und den persönlichen Geschmack an, welche Brille man letzten Endes wählt.

Ein paar Gedanken sollte man sich noch um die Farbe und Tönung der Brillengläser machen. Klare, ungetönte Gläser sind die einfachste Variante, aber nicht immer die beste. Eine Sportbrille kann gleichzeitig Sonnenbrille sein, je nach Anforderung gibt es sie mit unterschiedlich stark getönten/abgedunkelten Gläsern. Daneben gibt es aber auch die orangen, manchmal auch gelben oder rosafarbenen Gläser, die bei schlechten Lichtverhältnissen, bei Nebel oder Nieselregen kontrastverstärkend wirken. Bei starker Blendung, vor allem auf Schnee, sind polarisierende Brillengläser von Vorteil. Viele Sportbrillen kommen mit Wechselgläsern, also mit zwei oder drei Paar Gläsern, die je nach Bedarf im Brillengestell befestigt werden können. Es ist eine gute Idee, diese Möglichkeit zu nutzen, oder alternativ mehrere Brillen für die unterschiedlichen Lichtverhältnisse zur Auswahl zu haben.

Es ist heute kein Problem mehr, eine Sportbrille externer Link zu finden, die die Schutzfunktionen der jeweiligen Sportart optimal erfüllt und die dabei noch gut passt und gefällt. Probleme kann es allerdings geben, wenn gleichzeitig eine Fehlsichtigkeit ausgeglichen werden soll, was immerhin bei rund der Hälfte aller Sportler der Fall ist.

Brillen für fehlsichtige Sportler

Während es heute kein Problem ist, eine Alltagsbrille zu finden, die eine wie auch immer geartete Fehlsichtigkeit ausgleicht, und es gleichfalls kein Problem ist, eine Sportbrille zu finden, die bei der Ausübung egal welcher Sportart optimalen Augenschutz gewährleistet, kann die Kombination dieser beiden Anforderungen zu einer anstrengenden Aufgabe werden. Es gibt mindestens drei Lösungsansätze für dieses Problem.

In einige Sportbrillen kann mit einem Clip innen ein zusätzliches optisches Brillenglas befestigt werden. Das hat den Vorteil, dass man nur ein Paar optische Gläser braucht, schließlich sind diese meist teurer. Die Sportbrille selbst kann man dann mit Wechselscheiben, oder wie auch immer frei auswählen und bei Bedarf auch relativ kostengünstig ersetzen. Der Nachteil ist, dass das nicht mit jeder Sportbrille geht, dass man immer gleich zwei Scheiben vor den Augen hat, was eher zu Problemem mit Druckstellen oder zuwenig Platz unter den Gläsern führt, und dass man den Clip von außen sieht. Das ist eine relativ kostengünstige Möglichkeit.

Viele Sportbrillen können optional mit optischen Gläsern ausgestattet werden, in allen Glasfarben und -formen. Das geht bei den meisten Brillenformen, ist aber eine eher teure Lösung, die sich auch nur dann realisieren lässt, wenn nicht mehr als etwa vier Dioptrien ausgeglichen werden müssen. Für jede Glasfarbe, für jede Sportart, für jede neue Sportbrille steht in dem Fall eine neue Anschaffung optischer Gläser an. Für die meisten Sportler ist diese Option unverhältnismäßig teuer. Was nicht in jedem Einzelfall gelten muss. Wenn es ohnehin nur um die Anschaffung einer einzigen Sportbrille geht, die vielleicht noch im Alltag als Sonnenbrille genutzt werden soll und kann, dann kann das durchaus eine überlegenswerte Variante sein.

Kontaktlinsen

Die dritte Variante ist das Tragen von Kontaktlinsen unter der Sportbrille. Man kann eine gewöhnliche, handelsübliche Sportbrille wählen, ganz nach dem persönlichen Geschmack. Die Kontaktlinsen sind darunter genausogut geschützt wie die Augen selbst. Diese Lösung ist auch zum Schwimmen geeignet, während man nur mit Kontaktlinsen, ohne Schwimmbrille ein gewisses Risiko eingeht, die Linsen zu verlieren.

Zum Sport sind weiche Linsen besser geeignet als harte, weil sie sich besser dem Auge anpassen, so dass Fremdkörper nicht unter die Linse gelangen können. Es gibt sie als Monats- oder Tageslinsen, wobei Tageslinsen beim Sport die bessere Wahl sind externer Link. Die Frage nach der Pflege und der Aufbewahrung der Linsen entfällt, man nimmt einfach jedesmal ein neues Paar. Solche Linsen sind auch dann gut geeignet, wenn man im Alltag die Brille vorzieht, egal, aus welchen Gründen. Man kann sie zum Sport tragen, und danach wieder herausnehmen. Sie sind auch für Indoor-Sportarten gut geeignet, bei denen man sonst keine Sportbrille benötigt, aber trotzdem gut sehen möchte.

Je stärker die zu korrigierende Fehlsichtigkeit ausgeprägt ist, umso größer ist der Vorteil der Kontaktlinsen. Während Sportbrillen nur mit optischen Gläsern mit relativ kleinen Dioptrienzahlen ausgestattet werden können und auch optische Gläser, die in die Sportbrille eingeclipst werden, mit zunehmender Dioptrienzahl immer dicker und damit schwerer werden, sind Kontaktlinsen in jedem Fall klein und unauffällig.

Je nachdem, welche Alternativen man in Betracht zieht, sind die Kontaktlinsen auch preislich oft die bessere Wahl. Sie ersetzen die Sportbrille allerdings nicht, sondern ergänzen sie nur perfekt. An der augenschützenden Sportbrille führt, je nach Sportart, sowieso kein Weg vorbei.

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