Abnehmen-Sport-Fitness.de

Der Fitnessratgeber

Schnell Abnehmen ohne Sport

Auch wenn sich inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass Sport wichtig ist, wenn man abnehmen möchte, so gibt es doch noch recht viele Menschen, denen es nicht gelingt, tatsächlich Sport zu treiben, aus den unterschiedlichsten Gründen. Diese stellen natürlich die berechtigte Frage, ob sie auch ohne Sport abnehmen können. Und natürlich soll es möglichst schnell gehen.

Es ist möglich, auch ohne Sport abzunehmen. Es kann sogar recht schnell gehen. Allerdings hat es ein paar Nachteile, die man nicht einfach so in Kauf nehmen sollte. Wer also aus gesundheitlichen Gründen keinen Sport machen kann, der kann trotzdem abnehmen, auch wenn es sicherlich nicht so einfach ist. Alle anderen sollten sich gut überlegen, ob sie die Nachteile wirklich in Kauf nehmen möchten.

Anzeige:

Joachim Engel:

Abnehmen genießen.
Ohne Diät.
Ohne Frust.
Ohne Sport.

Books on Demand: 116 Seiten

Einfach kaufen bei

Abnehmen ohne Sport ist möglich

Man nimmt ab, wenn man weniger isst, als man verbraucht. Das gilt immer, egal ob man Sport macht oder nicht. Es gibt viele Möglichkeiten, die notwendige negative Energiebilanz zu erzielen.

Wer keinen Sport macht, muss natürlich verstärkt auf seine Ernährung achten. Weniger Energie zu sich nehmen als man verbraucht, das ist umso schwieriger, je geringer der Energieverbrauch ist. Der Energieverbrauch hängt unter anderem davon ab, wie aktiv man ist. Er hängt aber auch davon ab, wieviel Muskelmasse der Körper hat. Das ist der Punkt, der das Abnehmen ohne Sport problematisch macht.

Körperfett und Muskelmasse

Jeder Mensch hat sowohl Körperfett als auch Muskelmasse. Beim Abnehmen sollte möglichst das Körperfett reduziert werden, während man heute weiß, dass es wichtig ist, die Muskelmasse möglichst zu erhalten. Dabei ist das alles andere als einfach.

Wenn man eine negative Energiebilanz erzeugt, dann nimmt man ab. Egal, ob man das durch weniger essen oder durch mehr Sport und Bewegung erzeugt. Die fehlende Energie kann der Körper sowohl aus dem Körperfett als auch aus der Muskulatur beziehen. Muskulatur verbraucht auch in Ruhe Energie, Fett fast garnicht. Wenn der Körper also mit einer vermeintlichen Notsituation konfrontiert ist, dann ist es aus seiner Sicht vernünftig, sich zuerst von den Energiefressern, den Muskeln, zu trennen und das kostbare Fett noch ein bisschen länger aufzubewahren. Dadurch sinkt der Energieverbrauch, die Reserven reichen insgesamt etwas länger.

Was in tatsächlichen Notsituationen eine sinnvolle Vorgehensweise ist, ist in heutigen Zeiten eine Ursache für den JoJo-Effekt. Denn durch den Abbau der Muskulatur sinkt der Energieverbrauch, man verbraucht immer weniger Energie, so dass man schließlich mit ganz normalen Portionen, eventuell sogar mit ausgesprochen kleinen Portionen, nicht mehr abnimmt, schließlich wieder zunimmt. (Dass das enorm frustrierend ist, was über das Frustessen zu weiterer Gewichtszunahme führen kann, soll nur am Rande erwähnt werden.)

Zunächst wird man jedoch belohnt, durch recht schnelle Gewichtsreduktion. Denn in einem Kilo Körperfett stecken rund 7000 Kalorien, in einem Kilo Muskelmasse nur rund 4000. Man nimmt schneller ab, wenn man Muskelmasse reduziert. Zumindest eine Zeit lang.

Anzeige:

Wovon hängt es nun ab, ob der Körper Fett oder Muskeln abbaut? Bei nur geringem Kaloriendefizit verbraucht der Körper hauptsächlich die Energie aus dem Körperfett. Je größer das Kaloriendefizit ist, desto größer ist der Anteil der Muskelmasse an der abgebauten Körpermasse. Je größer das Kaloriendefizit wird, und je weniger die Muskeln gebraucht werden, umso eher werden sie abgebaut. Hinzu kommt, dass die Muskulatur aus Eiweiß besteht. Je weniger Eiweiß in der Nahrung enthalten ist, umso eher wird Muskulatur statt Fett abgebaut.

Muskulatur und Grundumsatz erhalten

Man kann seine Muskulatur also weitgehend erhalten, indem man zum einen sehr langsam abnimmt, und indem man zum anderen diese Muskulatur benutzt. Eine Ernährung, die den Eiweißbedarf deckt, trägt zum Erhalt der Muskulatur bei.

Um abzunehmen, muss man weniger essen als den Gesamtenergieverbrauch. Um die Muskulatur zu erhalten, muss man in jedem Fall mehr essen als den Grundumsatz des Körpers. Ohne Sport können diese beiden Werte sehr nah beieinander liegen, so dass nicht sehr viel Spielraum für muskulaturerhaltende Gewichtsreduktion bleibt. Ohnehin wird der Körper bei einem Kaloriendefizit die vorhandene Muskulatur auf den Prüfstand stellen. Es ist also eine gute Idee, ihm zu zeigen, dass sie noch gebraucht wird.

Um die Muskulatur zu erhalten, muss man also langsam abnehmen, die Muskulatur benutzen und den Eiweißbedarf des Körpers decken. Abkürzungen über besonders hohe Eiweißmengen funktionieren nicht, auch nicht mit den schönsten Eiweißpulvern und -drinks.

Wer auf diese Weise unter Erhaltung seiner Muskulatur abnimmt, der erhält auch seinen Grundumsatz. Dadurch wird ein JoJo-Effekt zwar nicht unmöglich, aber doch sehr unwahrscheinlich.

Schnell abnehmen

Es bleibt natürlich die Versuchung, möglichst schnell abzunehmen. Wenn man weniger als seinen Grundumsatz isst und sich dabei möglichst wenig bewegt, dann wird es zunächst zu einem Wasserverlust kommen. Also zu einer schnellen Gewichtsreduktion von einem ganzen oder auch zwei Kilo Körpergewicht. Danach wird der Körper vorwiegend Muskulatur und nur zu einem kleinen Teil Körperfett abbauen. Es wird also recht schnell weitergehen mit der Gewichtsreduktion.

Sobald die verzichtbare Muskulatur abgebaut ist, wird die Gewichtsreduktion trotz unverändert geringer Energiezufuhr stocken. Denn das Fett, das jetzt drankommt, enthält fast doppelt soviel Energie pro Kilogramm wie die Muskulatur. Und durch den vorherigen Abbau der Muskulatur (und weitere Sparmaßnahmen) ist natürlich der Grundumsatz jetzt geringer als vor der Maßnahme.

Ehrgeizige Sportmuffel können also durchaus recht schnell das eine oder andere Kilo Körpergewicht verlieren. Nur wird das an ihrem Körperfett so gut wie nichts ändern und es wird einen sehr unschönen JoJo-Effekt ziemlich wahrscheinlich machen. Der Grundumsatz wird dauerhaft erniedrigt bleiben, so dass es auch später nur mit recht kleinen Essensmengen möglich sein wird, das Gewicht zu halten.

Um diese unschöne Entwicklung zu vermeiden, sollte man seinen Ehrgeiz zügeln. Langsamer abnehmen schützt die Muskulatur und vergrößert dadurch den relativen Anteil des Fettes am verlorenen Gewicht. Ebenso wichtig ist es aber, die Muskulatur auch zu benutzen, damit der Körper gezwungen ist, sie zu erhalten. Dazu ist nicht nur schweißtreibender Sport geeignet. Jede Form von Bewegung trägt zum Erhalt der Muskulatur bei.

Wer also absolut nicht bereit ist, sich zu bewegen und trotzdem abnehmen möchte, der sollte zumindest langsam abnehmen. Besser wäre, zumindest mehr Bewegung in den Alltag zu bringen, noch besser, regelmäßig Sport zu treiben. Eine ausreichende Muskelmasse ist auch eine Bedingung für körperliche Fitness. Und eine Voraussetzung für gutes Aussehen.

Anzeige: